Krampus oder Perchten?

Dunkler Begleiter des Nikolaus – Krampus oder Perchten?

Vor allem Kinder lieben den Nikolaus in der Adventzeit. Er ist nicht nur ein sympathischer älterer Herr, der wie kein anderer Ruhe in der hektischen Vorweihnachtszeit ausstrahlt. Er hat auch am 6. Dezember immer ein kleines Nikolaussackerl mit Früchten und Süßigkeiten für brave Kinder parat. Doch meist erscheint der Nikolaus in Begleitung einer furchterregenden dunklen Gestalt – dem Krampus!

Während der Nikolaus die braven Kinder belohnt, ist der Krampus dafür zuständig, die unartigen Kinder zu bestrafen. Manchmal wird der Nikolaus sogar von einer ganzen Schar Krampussen begleitet. Sie sind meist in dunkle Felle oder Pelze gehüllt und tragen furchterregende Holzmasken, die an das Antlitz des Teufels erinnern. Komplettiert wird das Kostüm meist von mehreren Hörnern und großen Kuhglocken. Traditionell trägt der Krampus auch einen Rossschweif oder eine Weidenrute mit sich. Manche Krampusse haben auch eine „Butte“ bei sich, das ist ein großer am Rücken befestigter Behälter um böse Kinder mitzunehmen.

Der Krampustag ist der 5. Dezember, allerdings erscheint er auch oft in Begleitung des Nikolaus, der seinen großen Auftritt meist am 6. Dezember hat. Zu dieser Zeit veranstalten viele Ortschaften Krampus- oder Perchtenläufe. Doch was ist nun der Unterschied zwischen Krampus- und Perchtenlauf?

Krampusse kommen traditionell ausschließlich in der Adventzeit vor. Perchten hingegen sind Teil des alpenländischen Brauchtums und treten in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und Dreikönigstag auf. Ein Perchtenlauf findet meist am Abend oder in der Nacht statt. Dabei laufen Schiachperchten in großer Zahl und mit großem Gefolge durch die Ortschaft und versuchen mit viel Lärm und meist auch Fackeln und Feuer böse Geister zu vertreiben. Im Gegensatz dazu gibt es auch Schönperchten, die am Tag auftreten und den Dorfbewohnern viel Glück wünschen.