Christbaumarten und ihre Eigenschaften

Christbaumarten und ihre Eigenschaften

Welcher Nadelbaum der richtige Christbaum ist, das ist eine fast schon philosophische Frage. Wie man einhellig aus Medienberichten weiß, ist in Österreich die Nordmanntanne hoch im Kurs. Andere Nadelbäume haben andere Eigenschaften und damit auch gewisse Vor- und Nachteile. Manche glauben sogar daran, dass die Wahl des Nadelbaumes als Christbaum von der Persönlichkeit abhängt: der Baum muss zur Person passen.

Nordmanntanne

Des Österreichers beliebteste Christbaumsorte besticht durch seine weichen Nadeln. Das ist beim Schmücken durchaus vorteilhaft, weil die Nadeln nicht so spitz und hart sind, wie etwa bei Fichten und damit weit weniger stechen. Die Nordmanntanne hat ein sattes, helles Grün und entfaltet ihre Äste in tannentypischer Weise auf mehreren – mehr oder weniger waagrechten – Ebenen. Ihr Nachteil als Tanne liegt vornehmlich darin, dass sie meist nicht besonders dicht und buschig ist und man daher den Stamm vielfach frei sieht. Das mögen nicht alle. Zudem ist es meist notwendig, von der langen Spitze ein Stück zu kürzen. Dafür halten sich ihre Nadeln verhältnismäßig lange.

Blaufichte

Die Blaufichte hat lange Tradition als Weihnachtsbaum. Typisch für sie ist der bläuliche Farbton, der auch namensgebend für diesen Baum ist. Blaufichten sind meist wegen der geringeren Nachfrage günstiger, als Nordmanntannen und haben oft auch einen intensiveren Duft. Für schweren Baumschmuck und für echte Kerzen ist sie aufgrund der Tragfähigkeit der Äste besonders geeignet. Allerdings sind ihre Nadeln weit widerspenstiger, als die der Nordmanntanne, sodass man beim Schmücken einer Blaufichte mit mehr Schmerzen rechnen muss. Ein weiterer Nachteil der Fichte liegt darin, dass sie ihre Nadeln schneller verliert.

Die gewöhnliche Fichte ist noch günstiger als die Blaufichte, ihre Farbe ist dunkelgrün. Von allen Christbaumarten hat die Fichte die geringste Haltbarkeit und eignet sich daher für Leute, die den Baum nur kurze Zeit in der Wohnung haben möchten. Fichten sollten aufgrund ihrer schlechten Haltbarkeit so frisch wie möglich sein.

Kiefer

Kiefer ist als Christbaum nicht besonders üblich, da seine nach oben wachsenden Äste für das Anbringen von Kerzen nicht sehr praktikabel sind. Sie ist hat daher ein außergewöhnliches Aussehen als Weihnachtsbaum. Die Haltbarkeit von Kiefer ist jedoch besser als von Fichte.

Nobilistanne

Wer besonderen Wert auf das Aussehen und die Qualität seines Weihnachtsbaumes legt und dabei bereit ist, tiefer als bei einer Nordmanntanne in die Tasche zu greifen, der wird sich möglicherweise für eine Nobilistanne entscheiden. Sie ist sozusagen die deluxe Version der Nordmanntanne, die sich noch länger hält und noch weniger Nadeln verliert. Die Nobilistanne steht für ein lang anhaltendes Christbaumvergnügen. Die Nobilistanne, die auch Edeltanne genannt wird, duftet für sich schon intensiv. Wenn man aber die am Stamm befindlichen kleinen beulenförmigen Harztaschen mit einer Nadel ansticht, wird der Duft noch intensiver.